15 Jahre Regionalentwicklung in Imst

11.12.2019 - Im Dezember vor 15 Jahren wurden die bis dato selbstständigen Organisationen „LEADER Ötztal Mittleres Tirol Oberinntal“ und die „Initiative Regionalentwicklung Imst“ zu einem gemeinsamen Verein – dem Regionalmanagement Bezirk Imst – zusammengefasst. Seitdem sorgte die Regionalentwicklung für regionale Impulse und Wertschöpfung in der Höhe von über 37 Millionen Euro.

„Wir sind stolz auf 15 erfolgreiche Jahre zurückblicken zu dürfen, in welchen wir einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Region leisteten“, so Brigitte Flür, die nun schon seit mehr als 9 Jahren als Obfrau die Geschicke des Vereins leitet und von Beginn an dabei war. Maßgeblichen Einfluss auf die Regionalentwicklung haben dabei die EU Strukturförderperioden, welche stets auf sieben Jahre ausgelegt sind. „Der Großteil der Förderungen, welche wir regionalen Initiativen zukommen lassen können, stammt aus dem EU Budget“, so die Obfrau weiter. Die letzte Periode von 2007 bis 2013 brachte zahlreiche Projekte hervor, welche auch nach wie vor in der Region nachklingen, wie etwa die Knappenwelt Gurgltal, die Outdoorakademie oder Climbers Paradise, welches zwischenzeitlich zu einem eigenständigen Verein weiterentwickelt wurde und die Kletter-WM 2018 mitorganisiert hat. Insgesamt konnte in dieser Zeit eine Wertschöpfung von rund EUR 18 Millionen erreicht werden. Mit den in der vergangenen Woche beschlossenen Projekten, unter anderem ein Projekt in der Gemeinde Rietz betreffend der Konzeption eines Themenwegs und ein Projekt des Klimabündnis Tirol zur Durchführung von Klimachecks in Betrieben, trug der Verein in der aktuellen Periode 2014 bis 2020 mit rund 4 Millionen Euro zur Wertschöpfung bei. Unter den über 70 Projekten aus dieser Periode reihen sich zudem Projekte wie die Neugestaltung des Badesees Mieming, „Das Inntal summt“, oder die Migrationsausstellung im Ballhaus Imst ein. Letztere erhielt zuletzt den Tiroler Museumspreis 2019. „Dies spricht für die Qualität der Projekte“, so Brigitte Flür „und dafür möchte ich mich auch bei meinem Team bedanken, welches diese Projekte so gut betreut und die Hürden der Förderbürokratie auf sich nimmt.“ Über die Jahre ist das Team auf fünf Mitarbeiter angewachsenen. Der Personalstand musste stetig angepasst werden, so kam 2014 das Energiebündel hinzu, welches sich dann im Zuge der Bewerbung des Bezirks als Klima- und Energiemodellregion wieder verselbstständigte. 2015 kam das Freiwilligenzentrum hinzu, welches seitdem die Ehrenamtlichen in der Region betreut und für das Thema Gemeinwohl Bewusstseinsbildung betreibt. Mit Jänner 2018 wurde das Regionalwirtschaftliche Programm Pitztal beim Verein untergebracht, was neuerdings eine Umstrukturierung erforderte. Aufgrund der wirtschaftlichen Ausrichtung dieses Programms und der vereinfachten Förderabwicklung konnte das Programm bereits seit Beginn eine Wertschöpfung von mehr als 15,5 Millionen Euro im Pitztal lukrieren.

Man hoffe auch weiterhin so erfolgreich arbeiten zu können - Impulse und Visionen für die Region seien wichtig, das Regionalmanagement fungiere dabei als zentrale Anlaufstelle, so Geschäftsführer Markus Mauracher und verweist auf das bevorstehende Ende der aktuellen Periode. Die neue Periode komme, aber das Wie und Wann, wisse man noch nicht. Die Vertreter der Regionalentwicklungsvereine europaweit sind gerade aktiv dabei die neue Periode mitzugestalten, so Mauracher. Insbesondere, so der Tenor des gesamten Teams, erhoffe man sich einen Abbau der Bürokratie, um auch weiterhin innovative Vorhaben unterstützen zu können. Auf die Frage was die zentralen Themen der Zukunft seien, gab es eine klare Antwort: Klimawandel, Mobilität und sozialer Frieden.

Bild: Bildarchiv Regio Imst
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