Das Klima fordert denWald

12.07.2019 - Der Wald bedarf einer entsprechenden Umgestaltung um sich an das zukünftige Klima anpassen zu können. In der Region Imst setzt man mit knapp 6.800 Bäumen das erste Zeichen.

„Wälder gelten als wichtige Landschaftselemente, die zahlreiche Funktionen für die Menschen, aber auch für die Flora und Fauna erfüllen. Die Erhaltung des Waldes und seiner Wirkungen kann daher nur eine Hauptzielsetzung sein. Allerdings können sich Wälder nur langsam an die bestehenden Veränderungen des Klimas anpassen“, fasst Andreas Pohl, Leiter der Bezirksforstinspektion Imst, die Beweggründe für das Projekt „Zukunftsfitte Landschaftselemente – Vielfalt fördern“ zusammen. Das Vorhaben wird derzeit in rund 13 Gemeinden des Bezirks Imst realisiert und hat sich zum Ziel gesetzt, den regionalen Wald bestmöglich auf die Klimaveränderungen vorzubereiten. Die steigenden Temperaturen führen zu längeren Trockenphasen und unregelmäßigeren Niederschlägen, was vor allem die Bäume in den Tieflagen zunehmend unter Stress setzt. Baumarten in den Tallagen mit geringer Anpassungsfähigkeit an klimatische Veränderungen, wie z.B. die Fichte, wird zunehmend anfälliger für Krankheiten und Schädlinge, so Pohl.

 

Durch die Maßnahmen der drei Teilprojekte werden laubholzdominierte „Waldinseln“ mit klimaresistenteren Baumarten in tieferen Lagen, möglichst gut verteilt über die Bezirksfläche geschaffen. „In diesen Inseln pflanzen wir Baumarten, die sich an die neuen klimatischen Bedingungen besser anpassen können, wie etwa die Eiche, der Bergahorn und die Weißtanne“, erklärt Katrin Eisenstecken von der Bezirksforstinspektion und verweist dabei auf die Projektfläche in Karres. Ausgehend von diesen Inseln sollen sich zukünftig die Bäume selbstständig vermehren und den bestehenden Wald ergänzen. Bei der Baumartenwahl wird besonders auf die standörtlichen Verhältnisse geachtet und potentielle Baum- und Straucharten gefördert. Die größere Baumartenvielfalt soll somit zukünftig für einen gesunden und stabilen Wald sorgen.

Neben dem Wald wird aber in dem vom Bund, Land und Europäischer Union (LEADER) unterstützten Vorhaben auch der Waldrand miteinbezogen. Dort sollen Hecken und weitere Sträucher auch den Tieren Schutz und Lebensraum bieten. Zusätzlich werden auch Erholungsplätze für die Bevölkerung geschaffen, der Wald dient insbesondere rund um Imst als Erholungsraum und soll eine Aufwertung erfahren, erläutert Manuel Flür vom Regionalmanagement Bezirk Imst. Der Regio Verein begleitet das dreijährige Projekt und unterstützt die Projektgesamtkosten von rund EUR 296.000,00 mit einer. 75%-igen-Förderung.

Bild: BFI Imst
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Mit Unterstützung von Bund, Land und europäischer Union