Stammtischtreffen beimInntal summt

11.09.2020 - Am Mittwoch fand der erste Stammtisch im Rahmen des Projekts "Das Inntal summt" statt. Neben viel Input in Punkto Pflege von naturnahen Blühflächen wurde auch dem Erfahrungsaustausch viel Raum geboten.

Der Herbst kehrt langsam ein, dies sieht man auch den gut 50 Blühflächen des im vergangenen Jahr gestarteten Projekts "Das Inntal summt" an. "Das ist Natur", so Matthias Karadar vom Tiroler Bildungsforum. Die moderne Vorstellung von dauerblühenden Gärten und Wiesen entspricht nicht den natürlichen Begebenheiten, wodurch sich oftmals Verwunderung und Skepsis in der Bevölkerung breit macht, so der Leiter von Natur im Garten. Dass die Stimmung in der Bevölkerung zum Projekt auch sehr stark vom Blühaspekt der Wiesen abhängt, können auch die Gemeindearbeiterinnen und Gemeindearbeiter bestätigen, welche sich am Mittwoch im Rahmen des ersten Stammtischs zum Projekt "Das Inntal summt" in Silz und Stams zum Erfahrungsaustausch trafen. Wenn es blüht, sind die Leute begeistert, wenn die erste Blüte vorbei ist und die Blumen welk werden, kommt Skepsis auf, so ringsum die Rückmeldung aus den Gemeinden. Dass ein derartiger Zyklus natürlich und für die Insekten- und Vogelwelt von großer Bedeutung ist, muss wieder verstärkt in den Köpfen der Menschen verankert werden. Für das Organisationsteam, bestehend aus Gisela Egger von der Klima- und Energiemodellregion und Manuel Flür vom Regionalmanagement Bezirk Imst steht somit fest, dass es mehr Bewusstseinsbildung braucht. "Im kommenden Jahr wird es ein Folgeprojekt an den Schulen geben und wir möchten auch eine kleine Blüh-Aktion in den Gemeinden starten", so Egger. Sehr positiv hervorgehoben wurde aber, dass die im vergangenen Jahr angelegten Blühflächen auch Nachahmer gefunden haben. Das Bewusstsein habe sich geändert und auch immer mehr Privatpersonen legen naturnahe Blühwiesen in ihren Gärten an, so die Rückmeldung aus den Gemeinden. 

Neben dem Erfahrungsaustausch stand auch ein Kurzbesuch bei Flächen in Silz und Stams auf der Agenda des Stammtischs. Die besichtigten Flächen zeigten allesamt einen guten bis sehr guten Entwicklungsstand auf. Bei ein zwei Flächen ist bedingt durch die Beschattung benachbarter Bäume noch ein wenig Geduld und Durchhaltevermögen gefragt. Die derzeit auf einigen Flächen dominierende gelbblühende Färberkamille könne man vor allem durch entsprechende Pflege entgegnen, so Karadar. Abgerundet wurde der erste Stammtisch mit einem Vortrag zum Thema Alternativen zu Thujen-Hecken. Heimische Alternativen wie Liguster, Sanddorn oder Wacholder eignen sich ebenfalls als Hecken und bieten im Gegensatz zu Thujen zahlreichen Insekten und Vögel Nahrung, so Matthias Karadar. "Wir sind froh, dass dieser Stammtisch von den Gemeindemitarbeiterinnen und Mitarbeiter so gut angenommen wurde und haben beschlossen diesen Erfahrungsaustausch auch im kommenden Jahr durchzuführen", so Manuel Flür.

Bild: Besprechung der Flächen in der Gemeinde Silz. Foto: Regio Imst
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