Workshop zur KLAR!war ein Erfolg

24.09.2020 - Der Klimawandel verändert unser Leben. Das Pitztal nimmt sich nun der Sache an und bewirbt sich als Klimawandelanpassungsmodellregion - kurz KLAR!.

Der Klimawandel findet statt - dieser Tatsache kann sich niemand verwehren. Die Auswirkungen des Wandels machen sich auch bereits in höheren Lagen, wie etwa im Pitztal bemerkbar. Starkregenereignisse, eine verlängerte Vegetationsperiode oder auch eine unsichere Schneelage sind nur ein paar Beispiele wie sich das Klima im Tal verändert. Im Juni diesen Jahres hatte sich das Pitztal erstmals mit dem Thema Klimawandel und seine Auswirkungen im Rahmen eines Workshops beschäftigt. Damals wurden Risiken und mögliche Chancen eines veränderten Klimas besprochen - am vergangenen Montag galt es im Gemeindesaal von Arzl nun in einem vom Klimabündnis Tirol in Kooperation mit der Energie Tirol, dem AlpS und dem Regionalmanagement Bezirk Imst organisierten Workshop erste Anpassungsmaßnahmen zu entwickeln. "Der Klimawandel bringt Risiken und Chancen - wer frühzeitig agiert hat einen Vorteil und kann sich auf die neuen Begebenheiten besser einstellen", so Markus Mauracher, Geschäftsführer von Regio Imst. Die Chance die Zukunft des Tales mitzugestalten nutzten knapp 20 Personen, darunter alle Bürgermeister des Tals, sowie Gemeinderäte und Vertreter aus der Forst- und Landwirtschaft sowie der regionalen Wirtschaft. . 

Im dreistündigen Workshop wurden zunächst die Ergebnisse aus dem Workshop im Juni aufgegriffen, ehe Gerald Flöck von der Energie Tirol einen Blumenstrauß an möglichen Anpassungsmaßnahmen aufzeigte. Die Anwesenden waren aufgefordert Maßnahmen, die auch im Pitztal relevant wären zu notieren. Im Anschluss wurden die Ideen gebündelt und bewertet. Neben Maßnahmen im Bereich Regenwasserretention, regionale Produkte und Waldwirtschaft waren auch Themen wie Neophytenmanagement und Bewusstseinsbildung weit oben auf der Agenda. Darauf aufbauend wurden in Arbeitsgruppen drei Maßnahmen näher erläutert und diskutiert. Was braucht es für den Erfolg der Maßnahmen? Welche Akteure müssen mitziehen, wer muss mitfinanzieren? Diese Fragen galt es in diesen Gruppen zu klären. Abgerundet wurde der Abend von einer Vorausschau wie es mit der KLAR! im Pitztal weitergeht. Aufbauend auf den Ergebnissen dieses Workshops wird das Regionalmanagement ein Grobkonzept erarbeiten, welches bis Jänner 2021 beim Klima- und Energiefonds eingereicht werden muss. Sollte das Konzept positiv beurteilt werden gilt es ab Mai für neun Monate ein genaues Umsetzungskonzept mit 10 Maßnahmen zu entwickeln sowie erste bewusstseinsbildende Aspekte zu setzen sowie einen KLAR!-Manager  zu bestellen. Voraussichtlich wird diese Position Manuel Flür übernehmen, der studierte Geograph und Lehrer wird hierfür beim Regionalmanagement 20 Stunden reduzieren und stattdessen für das Pitztal die KLAR! koordinieren. Das Umsetzungskonzept muss im Anschluss wiederum einen Prüfprozes durchlaufen, sollte es für gut befunden werden, können ab Mai 2022 die ersten Maßnahmen realisiert werden. "Der Klar!-Manager kann unterstützen, koordinieren und Ideen einbringen - aber was es braucht ist die Mitarbeit aus den Gemeinden", so der Appell von Gisela Egger, die als Managerin der Klima- und Energiemodellregion Imst den Prozess zur KLAR! in die Wege geleitet hatte. Um diese Mitarbeit zu garantieren, wird es auf Gemeindeebene Arbeitsgruppen geben. Regional vernetzten und koordinieren wird eine regionale Steuerungsgruppe bei der voraussichtlich auch TVB und Naturpark mitarbeiten. "Es ist die Chance für das Pitztal die Zukunft aktiv mitzugestalten", so Markus Mauracher abschließend, der zugleich interessierte Personen aus dem Tal zur Mitarbeit aufruft. Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, kann sich gerne beim Regionalmanagement Bezirk Imst unter info@regio-imst.at oder 0517 200 18 melden. 

Bild: Gerald Flöck von der Energie Tirol stellt mögliche Maßnahmen dar. Foto: Regio Imst
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