RevitalisierungMühle Ritzenried

Zahlen & Fakten
Standort: Pitztal
Projektträger: PV Pitztal
Vorgeschlagener Fördersatz: 70% der Bemessungsgrundlage RWP
Projektlaufzeit: 03.09.2018 bis 31.08.2020
Förderschiene: Regionalwirtschaftliches Programm Pitztal

Das Gesamtprojekte Mühle Ritzenried umfasst mehre Revitalisierungsmaßnahmen an der Mühle als auch am angebauten Stadel.

Ausgangssituation:

Die Mühle Ritzenried blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits im 16ten Jahrhundert zeugen Unterlagen vom Bestand einer Mühle. Ein erster „Miller“ wird im Jahre 1650 namentlich in den Verfachbüchern (buchförmige Aufzeichnungen über richterliche Tätigkeiten) erwähnt. Ab 1727 ist die Mühle im Besitz der Familie Sturm, ehe 1982 das Areal an Rudolf Dobler überging. 2015 beschäftigte sich das Tal im Rahmen der „Regionalen Kulturagenda Pitztal“ im Rahmen mehrerer Veranstaltungen mit dem Thema kulturelles Erbe. In allen teilnehmenden Gemeinden wurden im Zuge mehrerer Diskussionen und unter Beteiligung der Bevölkerung wichtige Standorte hervorgehoben. Die Mühle Ritzenried wurde neben den weiteren Standorten Schlierenzauerhaus in Arzl, Stamserhaus in Wenns und dem Steinbockzentrum in St. Leonhard für die Gemeinde Jerzens genannt. Somit stand auch fest, dass die Gemeinde das Areal käuflich erwerben würde, was im Anschluss an die Kulturagenda auch geschah. Anfang 2016 gründete sich dann zugleich auch der Verein „Handwerksmühle Ritzenried“, der sich der Revitalisierung des Areals verschwor. Noch im selben Jahr wurde eine Machbarkeitsstudie für die Revitalisierung in Auftrag gegeben. Die Machbarkeitsstudie bezog sich dabei auf den gesamten Gebäudekomplex, bestehend aus der Mühle, einem angebauten Wohnhaus sowie einem Lagerraum und einem Stadel, der über einen überdachten Übergang mit dem Hauptgebäude verbunden ist. Zwischen Stadel und Hauptgebäude verläuft der Pitztaler Urweg, der alte Weg ins hintere Pitztal.

Das Projekt:

Nach mehreren Gesprächen, ersten Kostenschätzungen, intensiven Diskussionen und der Vorlage eines Betriebskonzeptes für den Fortbestand der Mühle konnten 2018 erste konkrete Förderprojekte zur Revitalisierung des Areals gestartet werden:

Revitalisierung Mühle

Neben dringend notwendigen Renovierungsmaßnahmen wird der Hauptraum mit Mühlrad in eine Dauerausstellung umfunktioniert. Der darüberliegende Lagerraum soll hingegen für Wechselausstellungen adaptiert werden. Im Wohnhaus wird ein talweites Archiv in Kooperation mit dem Tiroler Landesarchiv eingerichtet. Ebenso ist angedacht die gut erhaltene Stube im Wohnhaus für kleinere Veranstaltungen zu verwenden. Dieser Teil des Projekts wird von der Abt. Dorferneuerung, Abt. Kultur, der Landesgedächtnisstiftung, der Gemeinde und mit Geldern der EU finanziert.

Sanierung Mühle Ritzenried – Stadl

Dieses Teilprojekt beschäftigt sich mit der wirtschaftlichen Seite der Revitalisierung und wird im Rahmen des Regionalwirtschaftlichen Programms Pitztal gefördert. Beantragt wurde die Errichtung eines Technikraums, die Errichtung eines Bauernladens sowie den Ausbau Teile des Stadels zu einem Mehrzwecksaal. In weiterer Folge sollen durch die Verwaltung als auch durch den Bauernladen Arbeitsplätze geschaffen werden.

Nutzen für die Region:

  • Erhalt des kulturellen Erbes
  • Schaffung und Erhalt von Arbeitsplätzen
  • Bewusstseinsbildung für das Thema Kultur und Natur
  • Vermarktung regionaler Produkte

 

Noch Fragen?

Haben wir Ihr Interesse geweckt oder gibt es Rückfragen zu diesem Thema? Melden Sie sich bei Ing. Markus Mauracher, Tel. 05417 200 18.

Mit Unterstützung von Bund, Land und europäischer Union