Terra RaeticaBaukultur und Leerstandsmanagement

Zahlen & Fakten
Standort: Imst
Projektträger: Stadtgemeinde Imst
Vorgeschlagener Fördersatz: 70% für Kleinprojekte Terra Raetica + 10 % on Top Förderung Abt. Dorferneuerung
Projektlaufzeit: 15.07.2021 – 30.11.2022

Den Themen Baudenkmal und SOG widmet sich ein neues Projekt der Stadtgemeinde Imst.

Ausgangssituation:

In Orts- und Stadtkernen stehen immer mehr alte und teils historische Gebäude leer, so auch in der Bezirkshauptstadt Imst. Darüber hinaus sind in Imst zunehmend bauhistorisch interessante Gebäude von Abriss bedroht. Für die privaten Besitzer*innen erscheint es oft wenig attraktiv, in Renovierungen zu investieren. Dem gegenüber sind in Zonen des Stadt- und Ortsbildschutzes, aber auch in ausgewiesenen Zonen der Dorferneuerung Förderungen für sog. „baukulturelle Mehrleistungen“, d.h. die Erstattung von Mehrkosten bedingt durch aufwändigere Ausführung, möglich.

Das Projekt:

Ziel ist es, drohendem Leerstand und Verfall im Stadtkern von Imst entgegenzuwirken. Ausgangspunkt ist eine detaillierte Erhebung zu Nutzung und Zustand der historischen Bausubstanz in Ober- und Unterstadt. Damit wird eine Grundlage für die eventuell in einer nächsten Phase erfolgenden Zonierungen gemäß Stadt- u Ortsbildschutzgesetz oder Dorferneuerungsplanung geschaffen, gleichzeitig können daraus aber auch die notwendigen Arbeitsschritte für eine zeit- und objektgemäße Sanierung individueller Gebäude oder Gebäudeensembles im historisch gewachsenen Stadtbild definiert werden. Ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist ein umfangreiches Beratungsangebot an Besitzer*innen solcher Objekte durch das Projektteam, sowie eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit zum Projekt. Teil des grenzübergreifenden Konzepts Terra Raetica ist auch ein intensiver Erfahrungsaustausch mit dem Vinschgau bzw. dem Unterengadin, wo es bereits einige Orte mit erfolgreichen Revitalisierungsvorhaben gibt. Das dabei gewonnene Fachwissen soll auch anderen interessierten Gemeinden im Bezirk Imst zur Verfügung stehen.

Mehrwert für die Region:

  • Sensibilisierung zum Thema baukulturelles Erbe und Leerstand
  • Stärkung des Bewusstseins über kulturelle Vielfalt und Tradition
  • Sicherung und Weiterentwicklung der historischen Bausubstanz
  • verstärkter Anreiz zu Altbausanierung fördert die Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Handwerk
  • Wissensaustausch und gemeinde- sowie branchenübergreifende Vernetzung im Grenzraum

Text: Gebhard Tschavoll

Foto: Stefan Handle

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