Das Inntal summtEs lebe die Artenvielfalt

Zahlen & Fakten
Ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Klima- und Energiemodellregion, dem Grünen Tirol, dem Tiroler Bildungsforum, den sieben Gemeinden und dem Regionalmanagement Bezirk Imst
Beschreibung
Informationen für Sie
Die Geschichte hinter dem Projekt
Maßnahmen im Rahmen des Projekts
Heimische Pflanzen und Stauden

Im Rahmen des LEADER-Projekts "Das Inntal summt" fanden im Frühjahr 2019 Natur im Gartennachmittage in den einzelnen teilnehmenden Gemeinden statt. Bei den Veranstaltungen erwarten die Besucher Kurzvorträge zu diversen Themen sowie Kinderworkshops mit Prof. Blumix. Zudem wurden auch diverse Workshops angeboten.

Auf den nachfolgenden Seiten finden Sie diverse Informationen rund um das Projekt. Auf dieser Seite erfahren Sie Termine und aktuelle Neuigkeiten.

  • Pflegeworkshop mit den teilnehmenden Gemeinden am 24. und 25. Juli 2019

 

Öffentliche kostenlose Workshops:

  • 27.09.2019 - 14:00 bis 16:00 Uhr - Volksschule Mötz: Sensenworkshop - Anmeldung unter naturimgarten@tsn.at 
  • 11.10.2019 - 19:00 Uhr - Seniorenstube Haiming: Heimische Blütenstauden und Zwiebelpflanzen Workshop/Vortrag mit Maria Siegl - Anmeldung unter naturimgarten@tsn.at 

 

Das Projekt "Das Inntal summt" wird mit Unterstützung von Bund, Land und Europäischer Union (LEADER) realisiert.

Ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Klima- und Energiemodellregion, dem Grünen Tirol, dem Tiroler Bildungsforum, den sieben Gemeinden und dem Regionalmanagement Bezirk Imst

Die Gemeinden sind wichtige Akteure, aber was zählt ist jeder einzelne Garten im Hinblick auf den Erhalt der Biodiversität. Deshalb sind auch Sie eingeladen aktiv mitzugestalten und mitzuhelfen. 

Wie?

  • Informieren Sie sich im Rahmen einer der Familiennachmittage!
  • Gestalten Sie Ihren Garten Insektenfreundlich​​​​​​:
  1. verwenden Sie keinen Torf
  2. lassen Sie "wilde Ecken" entstehen - Mähen sie nur noch ein bis zweimal jährlich
  3. pflanzen Sie heimische Gehölze und heimische Pflanzen
  4. Verzichten Sie auf Pestizide
  5. Schaffen Sie Strukturen in Ihrem Garten (Baumstämme, Steinhaufen, Bienenhotels, etc.)

Es sind oft kleine Dinge die den Insekten helfen. Pflanzen Sie statt einer Tuje doch einen heimischen Wacholder, der ist ebenso schnittfähig und robust. Und statt der für unsere Insekten nicht wirklich guten Forsythie eine heimische Kornelkirsche? Es sind einfache Dinge, man muss nur daran denken. 

Informationen gibt es zahlreiche. Insbesondere das Tiroler Bildungsforum steht Ihnen gerne beratend zur Seite.

Kontakt Tiroler Bildungsforum

naturimgarten@tsn.at | Tiroler Bildungsforum

Sillgasse 8, 2. Stock | 6020 Innsbruck
Telefon: +43 (0) 512 581465

 

Wir sind nicht alleine - in Tirol gibt es zunehmend Initiativen die sich dem Erhalt der Insekten widmen.

Vielleicht ist es ihnen selbst schon aufgefallen, eine Autofahrt von Imst nach Innsbruck im Frühling und Sommer war früher noch eine richtige Herausforderung für die Scheibenwischanlagen unserer motorisierten Gefährte. Da ein Schmetterling, hier eine Fliege, dort ein Falter, ab und an eine Biene und von den vielen Mücken brauchen wir erst gar nicht reden und der Tod des Maikäfers war nicht nur durch einen entsprechenden Klecks an der Windschutzscheibe gekennzeichnet, sondern vor allem auch durch ein unverkennbares „Dong“ begleitet.

Schon vor Jahren kündigten Wissenschaftler ein größeres Insektensterben an, damals oft belächelt und nicht wahrgenommen, zumal der kleine Friedhof auf der Windschutzscheibe das Gegenteil bewies, doch seit ein paar Jahren fällt es auch zunehmend den Autofahrerinnen und Autofahrern auf, dass der Scheibenwischer im Frühling, Sommer und Herbst vermehrt unbenützt bleibt.

Das Insektensterben schreitet unaufhörlich voran, seit 1989 ist die Masse an Insekten um knapp drei Viertel gesunken (Süddeutsche Zeitung 2017). Alarmierend, vor allem in Hinblick darauf, dass die Insekten die Bestäuber unserer Nutzpflanzen sind und somit nicht zuletzt auch maßgeblich dafür verantwortlich sind, dass wir unser tägliches Brot genießen können.

Allmählich zeigen sich jedoch vermehrt Initiativen, die sich dieser Entwicklung entgegenstellen. So haben in Tirol etwa die Tiroler Landesumweltanwaltschaft aber auch das Tiroler Bildungsforum Projekte in die Wege geleitet, die das Insektensterben behandeln und zu vermehrter Achtsamkeit in Bezug auf den Umgang mit unseren kleinen Sechsfüßlern aufrufen.

In der Gemeinde Silz keimte im Herbst 2017 eine ähnliche Idee auf. Gemeinsam mit der Managerin der Klima- und Energiemodellregion und einem Vertreter des Regionalmanagements Bezirk Imst fasste man den Entschluss zu einem größeren Projekt, dass auch mehrere Gemeinden umfassen sollte. Der Grundstein für dieses Projekt wurde in einem Workshop am 14. Februar 2018 gelegt.

Gemeinsam mit den Gemeinden, der Klima- und Energiemodellregion Imst, dem Grünen Tirol sowie dem Tiroler Bildungsforum entwickelte das Regionalmanagement Bezirk Imst das Projekt "Das Inntal summt". 

Am Projekt sind folgende Gemeinden beteiligt:

  • Silz
  • Roppen
  • Haiming
  • Mötz
  • Stams
  • Mieming
  • Obsteig

Im Zuge dieses LEADER-geförderten Vorhabens werden folgende Maßnahmen realisiert:

  • Planung und Anlage von naturnahen öffentlichen Blühwiesen in den teilnehmenden 7 Gemeinden
  • Einschulung von Gemeindebediensteten im Umgang mit den Blühwiesen
  • Informationsveranstaltungen "Familiennachmittage" mit dem Tiroler Bildungsforum
  • Öffentlichkeitsarbeit (Presseeinschaltungen, etc.)
  • Ansprache regionaler Gärtnereien

Das Inntal summt stellt vor – heimisch und insektenfreundlich

 

Die Akelei

Der Geheimtipp unter den Wildblumen:  spektakuläre Blüten, einfache Handhabung!

In der Natur kommen vor allem zwei Arten vor, die Gewöhnliche Akelei (Aquilegia vulgaris) mit blauen Blüten und die Schwarzviolette Akelei (Aquilegia atrata) mit dunklen, violetten Blüten. Beide Arten stehen in Tirol unter Naturschutz. Für den Garten sind sie im Fachhandel erhältlich. Im Hinblick auf den Standort liebt die Akelei einen sonnig bis halbschattigen Platz der nährstoffreich ist und nicht zu trocken. Sie wird ca. 30- 60 cm hoch und bildet lockere bodennahe Blattrosetten aus, ihre Blütezeit ist von Mai bis Juni. Ihre gespornte, glockenförmigen Blüten auf den langen, verzweigten Stängeln sind insbesondere bei Hummeln sehr beliebt. Im Garten eignen sich die Akeleien insbesondere für den Gehölzrand.  Sie benötigen keine Pflege, sind gesund, robust und werden von Schnecken gemieden! Verbreiten sich gerne durch Selbstaussaat - wenn das nicht erwünscht ist, sollte man Verblühtes vor der Samenreife abschneiden!

Mehr zum Thema unter: www.gruenes-tirol.at/heimisch-pflanzen. Autorin: Mag. Maria Siegl

Bilder der Akelei

Artikel der Bezirksblätter Imst über die Gemeine Akelei

 

Der Beinwell - Alles wird gut mit Beinwell im Garten!

In der Natur findet man den Beinwell vor allem im Nahbereich von Gewässern, in nassen Wiesen und an Waldrändern. Auch im Garten würde er feuchte Böden bevorzugen, er ist aber so robust und anspruchslos, dass er  mit jedem normalen Gartenboden in der Sonne und im Halbschatten gut zurechtkommt. Kennzeichnend für die alte Heil- und Zierpflanze ist der kräftige, kompakte Wuchs  (30-60 cm, selten höher) mit den großen, rau behaarten Blättern.  Die ‚glockenförmigen‘, violett bis rosafarbenen Blüten erscheinen von Mai – Juli und sind enorm beliebt bei Hummeln und Wildbienen!  Besonders hübsch ist die pflegeleichte Staude in Kombination mit Frauenmantel. Als alte Heilpflanze zeigt sie verlässlich Wirkung unter anderem bei Muskel- und Gelenksbeschwerden.  Sie eignet sich aber auch hervorragend als pflanzenstärkendes Mittel zum Düngen (Beinwelljauche) und Mulchen! Für den Biogärtner unentbehrlich!

Mehr zum Thema unter: www.gruenes-tirol.at/heimisch-pflanzen. Autorin: Mag. Maria Siegl.

Bilder zum Beinwell

Artikel der Bezirksblätter Imst über den Beinwell

 

Die Kartäusernelken- Eine Pflanze für Schmetterlinge!

Wer Schmetterlinge in den Garten locken möchte, muss Nelken pflanzen. Eine unserer heimischen Nelken ist die Kartäusernelke. In der Natur findet man sie auf mageren, trockenen Wiesen. Und auch im Garten bevorzugt sie sonnige und magere Bereiche - ob im Staudenbeet, im Steingarten oder auf der Trockensteinmauer.  Im Garten ist die lange Blühdauer ideal! Von Juni bis in den September bringt die bis zu 40 cm hohe Pflanze purpurfarbene Blüten hervor. Diese werden von allerlei Schmetterlingen besucht. Ob Schwalbenschwanz, Zitronenfalter oder Dickkopffalter - alle saugen den süßen Nektar aus der Kronröhre. Verwandte heimische Nelken wie Hügelnelke, Prachtnelke oder Steinnelke sind bei Schmetterlingen ebenfalls sehr begehrt. Die Pflanze und auch die Blüten sind essbar. Im Salat sind die knalligen Blüten ein wahres Highlight.

Mehr zum Thema finden Sie unter www.naturimgarten.tirol. Autor: Matthias Karadar, MSc.

Bilder Kartäusernelke

Artikel der Bezirksblätter Imst über die Kartäusernelke

 

Der Gewöhnliche Natternkopf - Ein Muss für jeden Naturgarten!

Der Gewöhnliche Natternkopf ist alles andere als gewöhnlich. Seine violetten bis blauen Blüten sind von Juni bis Oktober ein Magnet für zahlreiche Insekten. Neben Honigbienen, Hummeln und Wildbienen konnten auch über 40 Schmetterlingsarten an dieser Blütenstaude beobachtet werden. Der Natternkopf steht gerne sonnig und trocken und kann bis zu 50 cm breit werden! Im ersten Jahr ist die Pflanze unscheinbar, denn hier bildet sie nur ihre Blattrosette am Boden. Erst im zweiten Jahr blüht die Pflanze und treibt einen oder mehrere bis zu 100 cm hohen Blütenstiel. Nach der Blüte stirbt die Pflanze ab – sie ist nur 2-jährig. Wer jedes Jahr einen Natternkopf haben möchte, sollte von der Pflanze Samen nehmen und in Töpfen vorziehen. Im Frühling kann die Pflanze an einen geeigneten Ort gepflanzt werden.

Mehr zum Thema finden Sie unter www.naturimgarten.tirol. Autor: Matthias Karadar, MSc.

Bilder Natternkopf

Artikel der Bezirksbätter Imst über den Natternkopf

 

Die Nesselblättrige Glockenblume

Auf den ersten Blick könnte man die Nesselblättrige Glockenblume mit einer Taub- oder Brennnessel verwechseln, schauen die Blätter doch recht ähnlich aus. Sobald die blau-violetten Blüten erscheinen wird aber sofort klar: Hier wächst eine Glockenblume.

Die Nesselblättrige Glockenblume ist ideal für schattige und halbschattige Staudenbeete, denn sie wächst normalerweise in lichten Wäldern. Aber auch mit etwas mehr Sonne kommt sie gut zurecht. Die bis zu 1 Meter hohe Pflanze bildet von Juni bis August unzählige Blüten, die insbesondere bei Wildbienen beliebt sind. Wer am Abend oder Nacht im Garten unterwegs ist, sollte unbedingt in die Blüten der Glockenblume hineinschauen. Hier schlafen häufig vor allem männliche Wildbienen wie etwa jene der Glockenblumen-Scherenbiene.Die Blüten der heimischen Glockenblumen sind auch für uns Menschen genießbar. Sie sind aber nur sehr kurz haltbar und müssen schnell verarbeitet werden.

Mehr zum Thema finden Sie unter www.naturimgarten.tirol. Autor: Matthias Karadar, MSc

Bilder Glockenblume

Artikel der Bezirksblätter über die Glockenblume

 

Der gewöhnliche Blutweiderich

Die purpurroten Blüten des Gewöhnlichen Blutweiderichs erblickt man derzeit entlang von Wassergräben und auf feuchten Wiesen. Die von Juli bis in den September blühende Pflanze bringt aber auch jede Menge Farbe in den Garten. Sie ist nicht nur für den Gartenteich sehr gut geeignet, sondern mag es auch im nährstoffreichen und humosen Staudenbeet. Nur zu trocken sollte es nicht sein – Aber hier kann man mit Gießen nachhelfen. Die bis zu 2 Meter hoch werdende Pflanze trägt hunderte kleiner purpurrote Blüten. Diese bieten sehr viel Nektar und sind deshalb bei zahlreichen Insekten äußerst beliebt – allen voran bei Wildbienen und Schmetterlingen. Der Blutweiderich zählt zu den Heilpflanzen und wurde früher in Notzeit auch gegessen. Durch den hohen Gerbstoffgehalt in der Wurzel wurde der Pflanzensaft auch zum Gerben von Leder verwendet.

Mehr zum Thema finden Sie unter www.naturimgarten.tirol. Autor: Matthias Karadar, MSc

Bilder Blutweiderich

Artikel der Bezirksblätter über den Blutweiderich

 

Gemeine Wegwarte

Wie ihr Name schon verrät, wächst die Gemeine Wegwarte gerne entlang von Straßen und Wegen. Von Juni bis in den September sieht man ihre hellblauen Blüten, die vor allem bei Schwebfliegen sehr begehrt sind. Das Besondere: Ihre Blüten sind nur für einen einzigen Vormittag geöffnet! Im Garten macht sich die Pflanze gut im Staudenbeet, bevorzugt hier viel Sonne und einen nicht allzu nährstoffreichen Boden. Da die Wegwarte bis zu 2 m hoch werden kann, eignet sie sich gut entlang von Mauern oder Zäunen gepflanzt zu werden. 2020 wird die Wegwarte „Heilpflanze des Jahres“. Alle Teile der Pflanze sind essbar. Aus den gerösteten Wurzeln wurde früher der Muckefuck, ein Kaffeeersatz hergestellt. Und wer schon einmal Zuckerhut, Radicchio oder Chicorèe im Garten hat blühen lassen, dem wird die Ähnlichkeit zu den Blüten der Wegwarte aufgefallen sein. Die Gemeine Wegwarte ist nämlich die Urform dieser Salatsorten.

Mehr zum Thema finden Sie unter www.naturimgarten.tirol. Autor: Matthias Karadar, MSc


Bilder Wegwarte

Aritkel der Bezirksblätter über die Wegwarte

 

Skabiosen Flockenblume 

Früher war die Skabiosen-Flockenblume in vielen mageren Wiesen zu finden. Heute kennt man ihre violetten Blütenköpfchen vor allem von mageren Straßenböschungen. Die Pflanze kommt auf trockenen Böden sehr gut zurecht, denn mit ihrer 2 m tiefen Wurzel holt sie sich das Wasser aus der Tiefe. Ideal also für ein trockenes Staudenbeet oder die magere Blumenwiese! Die Blüte erstreckt sich von Juni bis August über den gesamten Sommer. Vor allem Hummeln und allerlei Schmetterlinge lockt man mit dieser Pflanze in den Garten. Der Flockenblumen-Scheckenfalter legt sogar seine Eier auf der Pflanze ab. Sobald die Blüten verblüht sind, sollte man die Samenstände aber nicht gleich abschneiden. Denn nun kommen die samenfressenden Vögel wie der Stieglitz (Distelfink), um die Samen heraus zu picken.

Mehr zum Thema finden Sie unter www.naturimgarten.tirol. Autor: Matthias Karadar, MSc

Bilder Flockenblume

Artikel der Bezirksblätter über die Flockenblume

 

Großblütige Königskerze

Eine Großblütige Königskerze ist eine majestätische Pflanze! Im ersten Jahre bildet sie eine große Blattrosette mit samtweichen, filzigen Blättern. Im zweiten Jahr bildet sie einen bis zu drei Meter hohen Blütenstand mit über 200 gelb-leuchtenden Blüten. Diese locken unzählige Wildbienen und Hummeln an. Aber auch Schmetterlinge wie der Königskerzen-Mönch schätzen die Pflanze als Raupenfutterpflanze. Eine Königskerze ist ein wahres Insektenhotel! Zahlreiche Insekten leben auf, und sobald sie nach der Blüte abgestorben ist, auch in ihr. Deshalb sollte man die Pflanze im Herbst nicht zurückschneiden und dies erst im späten Frühling machen. Auch wenn die Pflanze nach der Blüte komplett abstirbt, wird man sie so schnell nicht mehr los. Einer der 60.000 Samen findet im Garten bestimmt einen Ort zum Keimen. Im Hustentee sollten die Blüten der Großblütigen Königskerze nie fehlen, denn die Schleimstoffe beruhigen den entzündeten Hals.

Mehr zum Thema finden Sie unter www.naturimgarten.tirol. Autor: Matthias Karadar, MSc


Bilder Königskerze

Artikel der Bezirksblätter über die Königskerze

 

Rosen Malve

Malven zählen schon seit Jahrhunderten zu den typischen Gartenpflanzen. Die Rosenmalve ist deshalb häufig in der Nähe alter Siedlungen zu finden. Sie liebt sonnige und nährstoffreichere Bereiche und ist somit eine ideale Gartenpflanze. Die rosafarbenen Blüten der bis zu 1,2 Meter hohen Pflanze blühen von Juni bis in den September. Dabei blüht die Rosen-Malve von unten nach oben auf. Im Laufe des Jahres wird sie im unteren Bereich kahl, deshalb pflanzt man sie idealerweise mit spätblühenden Pflanzen wie Herbstastern oder Fetthenne. Die Malvenblüten werden von Honig- und Wildbienen aber auch von Hummeln und Schwebfliegen besucht. Die Rosenmalve ist aber auch für uns Menschen vielseitig verwendbar. Die Blätter können in den Salat gegeben werden und die Blüten sind roh essbar oder können getrocknet in Teemischungen eingesetzt werden. Die Schleimstoffe lindern insbesondere Husten und Halsschmerzen.

Mehr zum Thema finden Sie unter www.naturimgarten.tirol. Autor: Matthias Karadar, MSc

Bilder Malve

Artikel der Bezirksblätter über die Königskerze

 

Berg Aster

Astern sind im Herbst die Stars im Garten! Eine heimische Vertreterin ist die Berg- bzw. Kalk-Aster. Botanisch Aster amellus, um Verwechslungen auszuschießen. In der Natur steht sie auf kalkhaltigen Böden in sonniger Lage. Sie kommt aber auch mit einem durchschnittlichen Gartenboden zurecht. Durch das Einarbeiten von Eierschalen kann der Kalkgehalt im Boden erhöht werden. Die 30 – 70 cm hohe Pflanze macht sich sowohl im Steingarten als auch im Staudenbeet äußerst gut. Hier ist die Kombination mit hochwüchsigen Stauden wie der Rosen-Malve, die im Sommer im unteren Bereich kahl werden, besonders geeignet. Die Blüten locken von August bis in den Herbst Insekten, allen voran Schmetterlinge, an, die sich auf das Überwintern vorbereiten. Für einige Schmetterlingsarten, wie dem Astern-Mönch, ist die Berg-Aster auch eine wertvolle Futterpflanze für die Raupen.

Mehr zum Thema finden Sie unter www.naturimgarten.tirol. Autor: Matthias Karadar, MSc

Bilder Aster

Artikel der Bezirksblätter über die Berg-Aster

 

Die Purpur Wald-Fetthenne

Im Herbst blüht nichts mehr im Garten? Dann sollte man sich eine Purpur Wald-Fetthenne pflanzen. Sie blüht ab August bis in den Herbst hinein. Ihre cremefarbenen bis rötlichen Blüten locken nicht nur Honig- und Wildbienen an. Auch zahlreiche Schmetterlinge wie das Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs oder C-Falter nutzen die Blüten um den Nektar zu trinken. Die Wald-Fetthenne ist eine überaus anspruchslose Pflanze. Sie bevorzugt einen mageren Boden in der Sonne oder im Halbschatten. Düngen und pflegen muss man die Pflanze nicht. Lediglich im Frühling soll man sie zurückschneiden – so wie die meisten Blütenstauden im Garten! Schneidet man die Blütenstauden im Herbst nicht zurück, dann können sich hier Insekten und andere Tiere ein Winterquartier einrichten. Zudem holen sich Vögel im Winter die letzten Samen aus den Samenständen.

Mehr zum Thema finden Sie unter www.naturimgarten.tirol. Autor: Matthias Karadar, MSc

Bilder Fetthenne

Artikel der Bezirksblätter über die Fetthenne

 

Herbstzeit ist Blumenzwiebel-Zeit

Der Herbst hält Einzug und somit beginnt die Zeit um Blumenzwiebel zu stecken. Die meisten dieser Zwiebelpflanzen sind ausgesprochene Frühblüher und somit eine der ersten Futterquellen im Garten. Nicht kleckern sondern klotzen ist angesagt! Unter Bäumen und Sträuchern passen Sibirischer Blaustern, Hohler Lerchensporn, Märzenbecher, Buschwindröschen oder Bärlauch. Letzterer ist bekanntlich eine schmackhafte und gesundheitsfördernde Pflanze. In sonnigen, trockenen Tallagen ist die Wilde Tulpe eine tolle Bereicherung mit ihren gelben Blüten. Aber auch Armenische Traubenhyazinthe, Elfen- und Goldkrokus passen in das sonnige Staudenbeet, den Rasen oder die Blumenwiese. Wer mit Wühlmäusen zu kämpfen hat, kann auf naturnahe Narzissen, wie der Dichter-Narzisse, ausweichen. Naturnahe Zwiebelpflanzen vermehren sich von alleine! Ganz im Gegensatz zu Züchtungen wie Hybrid-Tulpe, die nach einigen Jahren verschwindet.

Mehr zum Thema finden Sie unter www.naturimgarten.tirol. Autor: Matthias Karadar, MSc

Bilder Hyazinthe

 

 

Damit endet der Einblick in die faszinierende Welt der heimischen Blütenpflanzen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Gärtnern!

schreiben sie uns eine
Nachricht
Mit Unterstützung von Bund, Land und europäischer Union