Das Inntal summtEs lebe die Artenvielfalt

Zahlen & Fakten
Ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Klima- und Energiemodellregion, dem Grünen Tirol, dem Tiroler Bildungsforum, den sieben Gemeinden und dem Regionalmanagement Bezirk Imst
Beschreibung
Informationen für Sie
Die Geschichte hinter dem Projekt
Zukünftige Projekte
Heimische Pflanzen und Stauden
Invasive Neophyten

Das Inntal summt

Ein Kooperationsprojekt des Regionalmanagements Bezirk Imst mit der Klima- und Energiemodellregion Imst

Eckdaten zum Projekt:

Projektlaufzeit: 10.07.2018 bis 30.11.2019

Projektträger: Regionalmanagement Bezirk Imst

Projektkosten: EUR 53.224,43

Förderung: CLLD-LEADER - 75%

Projektbeschreibung

Das aktuelle Insektensterben war Anlass zur Idee eines Gemeindebürgers von Silz. Der Imker und engagierte Mitbürger der Gemeinde wollte etwas verändern und bat um Unterstützung. Gemeinsam mit der Klima- und Energiemodellregion Imst, den 7 teilnehmenden Gemeinden (Roppen, Haiming, Silz, Mötz, Stams, Obsteig und Mieming) und dem Regionalmanagement Bezirk Imst wurde ein Projekt zum Erhalt der Biodiversität und zur Bewusstseinsbildung ins Leben gerufen. Ziel war es in den sieben teilnehmenden Gemeinden naturnahe öffentliche Grünflächen zu etablieren und Bewusstseinsbildung bei Gemeindemitarbeiter und -mitarbeiterinnen, Privatpersonen als auch Gärtnereibetrieben zu betreiben.

Für die Anlage der naturnahen Grünflächen, insbesondere artenreiche Blumenwiesen, wurde ein Landschaftsplanungsbüro beauftragt. Neben der Planung und Anlage wurde das Büro auch beauftragt die Gemeindemitarbeiter und -mitarbeiterinnen im Rahmen mehrerer Workshops das nötige Wissen in Bezug auf die Anlage und Pflege von naturnahen Grünflächen weiterzugeben. Damit soll gewährleistet sein, dass Gemeinden in Zukunft eigenständig in der Lage sind, weitere naturnahe Grünflächen anzulegen.

In Bezug auf die Bewusstseinsbildung wurde das Tiroler Bildungsforum beauftragt mehrere Informationsveranstaltungen, sogenannte „Natur im Garten – Familiennachmittage“ zu organisieren. Im Rahmen von kurzen Fachvorträgen wurde die breite Bevölkerung über verschiedenste Projektrelevante Informationen rund um den Natur-Garten (Blumenwiesen anlegen, Heimische Sträucher und Blütenstauden, Förderung von Schmetterlinge, Vögel, Insekten, etc.) informiert. Ein Kinderprogramm rund um das Thema Garten rundete die Veranstaltungen ab. Darüber hinaus war das Tiroler Bildungsforum auch beauftragt insgesamt sieben Workshops zu Themen wie „Blumenwiesen anlegen“, „Sensenkurs“, „Wildbienen“, „Heimische Sträucher und Blütenstauden“ für die Bevölkerung durchzuführen. Ziel dieser Veranstaltungen war es, neben Gemeinden, auch möglichst viele Privatpersonen zu motivieren den eigenen Garten naturnah umzugestalten.

Die regionalen Gärtnereien wurden über das Vorhaben bereits zu Beginn des Projekts informiert und nahmen zum Teil auch an den diversen Workshops teil. Ein Fachvortrag, der im Oktober 2019 stattfand, wurde in Kooperation mit dem Grünen Tirol organisiert und richtet sich in erster Linie an die regionalen Gärtnereien. Insgesamt nahmen an diesem Workshop über 20 Gärtnerinnen und Gärtner teil.

Das Projekt „Das Inntal summt“ wurde organisatorisch und fördertechnisch vom Regionalmanagement Bezirk Imst getragen und von der Klima- und Energiemodellregion unterstützt. Beratend zur Seite standen das Tiroler Bildungsforum und das Grüne Tirol. Darüber hinaus unterstützen auch zahlreiche Freiwillige aus den Gemeinden das Projekt bei der Organisation von Veranstaltungen etc. bzw. waren im Vorfeld zur Projekteinreichung tätig, um bei ihren jeweiligen Gemeinden um Unterstützung für das Projekt zu werben.

Maßnahmen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit

Im Rahmen des Projekts wurden zahlreiche Maßnahmen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit gesetzt. Zum Start des Projekts gab es eine Kick-Off Veranstaltung mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus allen teilnehmenden Gemeinden, Vertretern von Politik und von regionalen Gärtnereien als auch der Presse. Zu den Workshops des Landschaftsplanungsbüros (ein Workshop zur Besichtigung und Vorplanung, ein Anlage-Workshop, zwei Pflegeworkshops) als auch zu den Informationsveranstaltungen wurde jeweils die Presse eingeladen. Diese berichtete im Anschluss stets über die Fortschritte des Projekts. Zwischendurch gab es Pressegespräche wo über die ersten Erfolge berichtet wurde. Des Weiteren gab es eine Kooperation mit einem Regionalmedium, welches über einen Zeitraum von knapp 3 Monaten insgesamt 13 Artikel zu heimischen Blühpflanzen veröffentlichte. Neben den Regionalmedien wurden auch die Dorfzeitungen mit selbstverfassten Artikeln bedient. Die Homepage des Regionalmanagements diente zudem als Informationsplattform. Zudem wurden Termine (Veranstaltungen, Workshops) etc. auch über die Websites der Kooperationspartner veröffentlicht.

Ergebnisse des Projekts

Im Rahmen des Projekts konnte folgendes erreicht werden:

  • Anlage von ca. 50 naturnahe öffentliche Blühflächen (von 10m² bis 200 m²)
  • Durchschnittlich 20 bis 30 Teilnehmer und TeilnehmerInnen bei 7 Informationsnachmittagen (ohne Kinder)
  • Über 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei den Workshops (2 sind noch ausständig)
  • Über 28 Artikel in Regionalmedien (Tiroler Tageszeitung, Oberländer Rundschau, Bezirksblätter, Kronenzeitung), Dorfzeitungen und anderen Medien über das Projekt
  • 13 Artikel über Blühpflanzen in einem Regionalmedium
  • Erfolgreiche Einschulung von mind. zwei Gemeindearbeiter bzw. Gemeindearbeiterinnen pro teilnehmende Gemeinde

Des Weiteren konnte eine sehr positive Resonanz bei der Bevölkerung erreicht werden, das Regionalmanagement Bezirk Imst als auch die Klima- und Energiemodellregion Imst erhalten zunehmend positives Feedback und auch Anfragen in Bezug auf die Anlage von Blühflächen. Des Weiteren überlegen die teilnehmenden Gemeinden bereits die Anlage weiterer Flächen. Auch andere, nicht am Projekt teilnehmende Gemeinden, haben ähnliche Initiativen gestartet. Das Projekt wurde zudem auch in diversen Newslettern bzw. Aussendungen österreichweit agierender Institutionen erwähnt (Umweltdachverband, Netzwerk Zukunftsraum Land).

Geplante Folgeaktivitäten

Bereits bei der Konzeptionierung des Projekts wurde angeregt die Schulen einzubinden. Aufgrund der Größe des Projekts einigte sich die Projektleitung darauf, in Bezug auf die Schulen ein Folgeprojekt zu starten. Dahingehend wurde im Herbst Winter 2019 ein Projekt in die Wege geleitet, welches nun federführend von der Klima- und Energiemodellregion Imst geleitet und durchgeführt wird. Insgesamt nehmen über 9 Schulen aus der Region Imst am Projekt teil. Inhalt dieses Folgeprojekts sind theoretische und praktische Workshops rund um das Thema Blumenwiesen und Insekten inklusive der Anlage von Blumenwiesen am Schulareal.

Neben dem Schulprojekt wurde im Zuge des Projekts auch das Thema invasive Neophyten angesprochen. Dahingehend wurde im Februar 2020 zu  einem runden Tisch mit allen relevanten Akteuren geladen. Angedacht ist auch hier ein Folgeprojekt zu entwickeln.

Nähere Infos zu den Folgeprojekten erfahren Sie im Reiter "Zukünftige Vorhaben"

KooperationspartnerInnen

Organisatorisch wurde das Projekt vom Regionalmanagement Bezirk Imst und der Klima- und Energiemodellregion geleitet. Fachlich wurde das Projekt zum einem vom Landschaftsplanungsbüro als auch vom Tiroler Bildungsforum sowie dem Grünen Tirol begleitet. Des Weiteren unterstützten die 7 Gemeinden und die Regionalmedien das Vorhaben.

Die Gemeinden sind wichtige Akteure, aber was zählt ist jeder einzelne Garten im Hinblick auf den Erhalt der Biodiversität. Deshalb sind auch Sie eingeladen aktiv mitzugestalten und mitzuhelfen. 

Wie?

Gestalten Sie Ihren Garten Insektenfreundlich​​​​​​:

  1. verwenden Sie keinen Torf
  2. lassen Sie "wilde Ecken" entstehen - Mähen sie nur noch ein bis zweimal jährlich
  3. pflanzen Sie heimische Gehölze und heimische Pflanzen
  4. Verzichten Sie auf Pestizide
  5. Schaffen Sie Strukturen in Ihrem Garten (Baumstämme, Steinhaufen, Bienenhotels, etc.

Es sind oft kleine Dinge die den Insekten helfen. Pflanzen Sie statt einer Tuje doch einen heimischen Wacholder, der ist ebenso schnittfähig und robust. Und statt der für unsere Insekten nicht wirklich guten Forsythie eine heimische Kornelkirsche? Es sind einfache Dinge, man muss nur daran denken. 

Informationen gibt es zahlreiche:

Insbesondere das Tiroler Bildungsforum steht Ihnen gerne beratend zur Seite.

Kontakt Tiroler Bildungsforum

naturimgarten@tsn.at | Tiroler Bildungsforum

Sillgasse 8, 2. Stock | 6020 Innsbruck
Telefon: +43 (0) 512 581465

 

Wir sind nicht alleine - in Tirol gibt es zunehmend Initiativen die sich dem Erhalt der Insekten widmen.

Vielleicht ist es ihnen selbst schon aufgefallen, eine Autofahrt von Imst nach Innsbruck im Frühling und Sommer war früher noch eine richtige Herausforderung für die Scheibenwischanlagen unserer motorisierten Gefährte. Da ein Schmetterling, hier eine Fliege, dort ein Falter, ab und an eine Biene und von den vielen Mücken brauchen wir erst gar nicht reden und der Tod des Maikäfers war nicht nur durch einen entsprechenden Klecks an der Windschutzscheibe gekennzeichnet, sondern vor allem auch durch ein unverkennbares „Dong“ begleitet.

Schon vor Jahren kündigten Wissenschaftler ein größeres Insektensterben an, damals oft belächelt und nicht wahrgenommen, zumal der kleine Friedhof auf der Windschutzscheibe das Gegenteil bewies, doch seit ein paar Jahren fällt es auch zunehmend den Autofahrerinnen und Autofahrern auf, dass der Scheibenwischer im Frühling, Sommer und Herbst vermehrt unbenützt bleibt.

Das Insektensterben schreitet unaufhörlich voran, seit 1989 ist die Masse an Insekten um knapp drei Viertel gesunken (Süddeutsche Zeitung 2017). Alarmierend, vor allem in Hinblick darauf, dass die Insekten die Bestäuber unserer Nutzpflanzen sind und somit nicht zuletzt auch maßgeblich dafür verantwortlich sind, dass wir unser tägliches Brot genießen können.

Allmählich zeigen sich jedoch vermehrt Initiativen, die sich dieser Entwicklung entgegenstellen. So haben in Tirol etwa die Tiroler Landesumweltanwaltschaft aber auch das Tiroler Bildungsforum Projekte in die Wege geleitet, die das Insektensterben behandeln und zu vermehrter Achtsamkeit in Bezug auf den Umgang mit unseren kleinen Sechsfüßlern aufrufen.

In der Gemeinde Silz keimte im Herbst 2017 eine ähnliche Idee auf. Gemeinsam mit der Managerin der Klima- und Energiemodellregion und einem Vertreter des Regionalmanagements Bezirk Imst fasste man den Entschluss zu einem größeren Projekt, dass auch mehrere Gemeinden umfassen sollte. Der Grundstein für dieses Projekt wurde in einem Workshop am 14. Februar 2018 gelegt.

Gemeinsam mit den Gemeinden, der Klima- und Energiemodellregion Imst, dem Grünen Tirol sowie dem Tiroler Bildungsforum entwickelte das Regionalmanagement Bezirk Imst das Projekt "Das Inntal summt". 

Am Projekt sind folgende Gemeinden beteiligt:

  • Silz
  • Roppen
  • Haiming
  • Mötz
  • Stams
  • Mieming
  • Obsteig

Im Rahmen des Projekts "Das Inntal summt" entstanden bereits in der Entwicklung und Durchführung des Vorhabens bereits weitere Ansätze für Folgeprojekte. Hier eine kurze Auflistung:

Bereits bei der Konzeption des Hauptprojekts wurde von den teilnehmenden Gemeinden bereits das Thema Schulen und Kinder angesprochen. Da das Hauptprojekt seinen Fokus auf Bewusstseinsbildung und auf die Anlage der Grünflächen bei Gemeinden legte, einigte man sich darauf, das Thema Schulen in einem Folgeprojekt zu thematisieren. Dieses Folgeprojekt wird federführend von der Klima- und Energiemodellregion Imst getragen. In Zusammenarbeit mit dem Tiroler Bildungsforum werden im Frühjahr 2020 in rund 9 Schulen in den teilnehmenden Gemeinden Workshops zum Thema Bodenversiegelung, Biodiversität, Insektensterben, etc. abgehalten. Im Anschluss an den Theorie-Workshop erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt ein Praxis-Workshop wo naturnahe Blühflächen angelegt werden. 

 

  • Das Inntal summt - blühen, krabbeln, fliegen, leben!

    Bereits bei der Konzeption des Hauptprojekts wurde von den teilnehmenden Gemeinden bereits das Thema Schulen und Kinder angesprochen. Da das Hauptprojekt seinen Fokus auf Bewusstseinsbildung und auf die Anlage der Grünflächen bei Gemeinden legte, einigte man sich darauf, das Thema Schulen in einem Folgeprojekt zu thematisieren. Dieses Folgeprojekt wird federführend von der Klima- und Energiemodellregion Imst getragen. In Zusammenarbeit mit dem Tiroler Bildungsforum werden im Frühjahr 2020 in rund 9 Schulen in den teilnehmenden Gemeinden Workshops zum Thema Bodenversiegelung, Biodiversität, Insektensterben, etc. abgehalten. Im Anschluss an den Theorie-Workshop erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt ein Praxis-Workshop wo naturnahe Blühflächen angelegt werden. 

  • Neophyten-Management

    Während der Durchführung des Projekts bekam das Projektteam verstärkt Anfragen in Bezug auf die Bekämpfung von invasiven Neophyten. Dahingehend hat das Regionalmanagement Bezirk Imst zusammen mit der Bezirksforstinspektion, der Landwirtschaftskammer Imst und der Klima- und Energiemodellregion am 21.02.2020 einen Runden Tisch mit wichtigen Akteuren (ÖBB, ASFINAG, Grünes Tirol, Tiroler Bildungsforum, Bezirksbauamt) abgehalten. Erste daraus folgende Maßnahmen liegen bereits vor:

    • Abklärung möglicher Lösungen für die Entsorgung von Neophyten - Dahingehend ist ein Forschungsprojekt angedacht.

      • Aktuell (August 2020): Dr. Konrad Pagitz wird beim Abfallverband Tirol West in Kooperation mit dem Verband, dem Regionalmanagement und der Klima- und Energiemodellregion Imst beim Land Tirol ein Projekt hinsichtlich der Entsorgung von Neophyten in Biogasanlagen einreichen. Das Projekt ist voraussichtlich auf 1 Jahr ausgelegt. 

    • Informationsblatt für Landwirte und Landwirtinnen zum Thema Neophyten - Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer TIrol Bezirk Imst. Das Informationsblatt wurde der LK Imst zur Verfügung gestellt und wird dort bei Beratungsterminen an Landwirt*Innen überreicht. Die Berater*Innen verweisen dabei auf die Wichtigkeit und bitten um Kooperation. 

    • Informationsblatt für die Gemeinden zum Thema Neophyten - Den Gemeinden wurde ein Informationsblatt übermittelt. Die Gemeinden wurden gegebeten die Bevölkerung darauf hinzuweisen und das Informationsblatt an entsprechende Akteure in der Gemeinde weiterzuleiten. 

    • Informationsseite zum Thema Neophyten - eine Informationsseite zum Thema Neophyten wurde eingerichtet - siehe obigen Reiter

    • Umfrage zum Thema Biodiversität und Neophyten - eine Umfrage in der Region wurde gestartet. Wir bitten um rege Teilnahme: https://www.survio.com/survey/d/M4B0T0M8T8A3T3B3P 

Das Inntal summt stellt vor – heimisch und insektenfreundlich

 

Die Akelei

Der Geheimtipp unter den Wildblumen:  spektakuläre Blüten, einfache Handhabung!

In der Natur kommen vor allem zwei Arten vor, die Gewöhnliche Akelei (Aquilegia vulgaris) mit blauen Blüten und die Schwarzviolette Akelei (Aquilegia atrata) mit dunklen, violetten Blüten. Beide Arten stehen in Tirol unter Naturschutz. Für den Garten sind sie im Fachhandel erhältlich. Im Hinblick auf den Standort liebt die Akelei einen sonnig bis halbschattigen Platz der nährstoffreich ist und nicht zu trocken. Sie wird ca. 30- 60 cm hoch und bildet lockere bodennahe Blattrosetten aus, ihre Blütezeit ist von Mai bis Juni. Ihre gespornte, glockenförmigen Blüten auf den langen, verzweigten Stängeln sind insbesondere bei Hummeln sehr beliebt. Im Garten eignen sich die Akeleien insbesondere für den Gehölzrand.  Sie benötigen keine Pflege, sind gesund, robust und werden von Schnecken gemieden! Verbreiten sich gerne durch Selbstaussaat - wenn das nicht erwünscht ist, sollte man Verblühtes vor der Samenreife abschneiden!

Mehr zum Thema unter: www.gruenes-tirol.at/heimisch-pflanzen. Autorin: Mag. Maria Siegl

Bilder der Akelei

Artikel der Bezirksblätter Imst über die Gemeine Akelei

 

Der Beinwell - Alles wird gut mit Beinwell im Garten!

In der Natur findet man den Beinwell vor allem im Nahbereich von Gewässern, in nassen Wiesen und an Waldrändern. Auch im Garten würde er feuchte Böden bevorzugen, er ist aber so robust und anspruchslos, dass er  mit jedem normalen Gartenboden in der Sonne und im Halbschatten gut zurechtkommt. Kennzeichnend für die alte Heil- und Zierpflanze ist der kräftige, kompakte Wuchs  (30-60 cm, selten höher) mit den großen, rau behaarten Blättern.  Die ‚glockenförmigen‘, violett bis rosafarbenen Blüten erscheinen von Mai – Juli und sind enorm beliebt bei Hummeln und Wildbienen!  Besonders hübsch ist die pflegeleichte Staude in Kombination mit Frauenmantel. Als alte Heilpflanze zeigt sie verlässlich Wirkung unter anderem bei Muskel- und Gelenksbeschwerden.  Sie eignet sich aber auch hervorragend als pflanzenstärkendes Mittel zum Düngen (Beinwelljauche) und Mulchen! Für den Biogärtner unentbehrlich!

Mehr zum Thema unter: www.gruenes-tirol.at/heimisch-pflanzen. Autorin: Mag. Maria Siegl.

Bilder zum Beinwell

Artikel der Bezirksblätter Imst über den Beinwell

 

Die Kartäusernelken- Eine Pflanze für Schmetterlinge!

Wer Schmetterlinge in den Garten locken möchte, muss Nelken pflanzen. Eine unserer heimischen Nelken ist die Kartäusernelke. In der Natur findet man sie auf mageren, trockenen Wiesen. Und auch im Garten bevorzugt sie sonnige und magere Bereiche - ob im Staudenbeet, im Steingarten oder auf der Trockensteinmauer.  Im Garten ist die lange Blühdauer ideal! Von Juni bis in den September bringt die bis zu 40 cm hohe Pflanze purpurfarbene Blüten hervor. Diese werden von allerlei Schmetterlingen besucht. Ob Schwalbenschwanz, Zitronenfalter oder Dickkopffalter - alle saugen den süßen Nektar aus der Kronröhre. Verwandte heimische Nelken wie Hügelnelke, Prachtnelke oder Steinnelke sind bei Schmetterlingen ebenfalls sehr begehrt. Die Pflanze und auch die Blüten sind essbar. Im Salat sind die knalligen Blüten ein wahres Highlight.

Mehr zum Thema finden Sie unter www.naturimgarten.tirol. Autor: Matthias Karadar, MSc.

Bilder Kartäusernelke

Artikel der Bezirksblätter Imst über die Kartäusernelke

 

Der Gewöhnliche Natternkopf - Ein Muss für jeden Naturgarten!

Der Gewöhnliche Natternkopf ist alles andere als gewöhnlich. Seine violetten bis blauen Blüten sind von Juni bis Oktober ein Magnet für zahlreiche Insekten. Neben Honigbienen, Hummeln und Wildbienen konnten auch über 40 Schmetterlingsarten an dieser Blütenstaude beobachtet werden. Der Natternkopf steht gerne sonnig und trocken und kann bis zu 50 cm breit werden! Im ersten Jahr ist die Pflanze unscheinbar, denn hier bildet sie nur ihre Blattrosette am Boden. Erst im zweiten Jahr blüht die Pflanze und treibt einen oder mehrere bis zu 100 cm hohen Blütenstiel. Nach der Blüte stirbt die Pflanze ab – sie ist nur 2-jährig. Wer jedes Jahr einen Natternkopf haben möchte, sollte von der Pflanze Samen nehmen und in Töpfen vorziehen. Im Frühling kann die Pflanze an einen geeigneten Ort gepflanzt werden.

Mehr zum Thema finden Sie unter www.naturimgarten.tirol. Autor: Matthias Karadar, MSc.

Bilder Natternkopf

Artikel der Bezirksbätter Imst über den Natternkopf

 

Die Nesselblättrige Glockenblume

Auf den ersten Blick könnte man die Nesselblättrige Glockenblume mit einer Taub- oder Brennnessel verwechseln, schauen die Blätter doch recht ähnlich aus. Sobald die blau-violetten Blüten erscheinen wird aber sofort klar: Hier wächst eine Glockenblume.

Die Nesselblättrige Glockenblume ist ideal für schattige und halbschattige Staudenbeete, denn sie wächst normalerweise in lichten Wäldern. Aber auch mit etwas mehr Sonne kommt sie gut zurecht. Die bis zu 1 Meter hohe Pflanze bildet von Juni bis August unzählige Blüten, die insbesondere bei Wildbienen beliebt sind. Wer am Abend oder Nacht im Garten unterwegs ist, sollte unbedingt in die Blüten der Glockenblume hineinschauen. Hier schlafen häufig vor allem männliche Wildbienen wie etwa jene der Glockenblumen-Scherenbiene.Die Blüten der heimischen Glockenblumen sind auch für uns Menschen genießbar. Sie sind aber nur sehr kurz haltbar und müssen schnell verarbeitet werden.

Mehr zum Thema finden Sie unter www.naturimgarten.tirol. Autor: Matthias Karadar, MSc

Bilder Glockenblume

Artikel der Bezirksblätter über die Glockenblume

 

Der gewöhnliche Blutweiderich

Die purpurroten Blüten des Gewöhnlichen Blutweiderichs erblickt man derzeit entlang von Wassergräben und auf feuchten Wiesen. Die von Juli bis in den September blühende Pflanze bringt aber auch jede Menge Farbe in den Garten. Sie ist nicht nur für den Gartenteich sehr gut geeignet, sondern mag es auch im nährstoffreichen und humosen Staudenbeet. Nur zu trocken sollte es nicht sein – Aber hier kann man mit Gießen nachhelfen. Die bis zu 2 Meter hoch werdende Pflanze trägt hunderte kleiner purpurrote Blüten. Diese bieten sehr viel Nektar und sind deshalb bei zahlreichen Insekten äußerst beliebt – allen voran bei Wildbienen und Schmetterlingen. Der Blutweiderich zählt zu den Heilpflanzen und wurde früher in Notzeit auch gegessen. Durch den hohen Gerbstoffgehalt in der Wurzel wurde der Pflanzensaft auch zum Gerben von Leder verwendet.

Mehr zum Thema finden Sie unter www.naturimgarten.tirol. Autor: Matthias Karadar, MSc

Bilder Blutweiderich

Artikel der Bezirksblätter über den Blutweiderich

 

Gemeine Wegwarte

Wie ihr Name schon verrät, wächst die Gemeine Wegwarte gerne entlang von Straßen und Wegen. Von Juni bis in den September sieht man ihre hellblauen Blüten, die vor allem bei Schwebfliegen sehr begehrt sind. Das Besondere: Ihre Blüten sind nur für einen einzigen Vormittag geöffnet! Im Garten macht sich die Pflanze gut im Staudenbeet, bevorzugt hier viel Sonne und einen nicht allzu nährstoffreichen Boden. Da die Wegwarte bis zu 2 m hoch werden kann, eignet sie sich gut entlang von Mauern oder Zäunen gepflanzt zu werden. 2020 wird die Wegwarte „Heilpflanze des Jahres“. Alle Teile der Pflanze sind essbar. Aus den gerösteten Wurzeln wurde früher der Muckefuck, ein Kaffeeersatz hergestellt. Und wer schon einmal Zuckerhut, Radicchio oder Chicorèe im Garten hat blühen lassen, dem wird die Ähnlichkeit zu den Blüten der Wegwarte aufgefallen sein. Die Gemeine Wegwarte ist nämlich die Urform dieser Salatsorten.

Mehr zum Thema finden Sie unter www.naturimgarten.tirol. Autor: Matthias Karadar, MSc


Bilder Wegwarte

Aritkel der Bezirksblätter über die Wegwarte

 

Skabiosen Flockenblume 

Früher war die Skabiosen-Flockenblume in vielen mageren Wiesen zu finden. Heute kennt man ihre violetten Blütenköpfchen vor allem von mageren Straßenböschungen. Die Pflanze kommt auf trockenen Böden sehr gut zurecht, denn mit ihrer 2 m tiefen Wurzel holt sie sich das Wasser aus der Tiefe. Ideal also für ein trockenes Staudenbeet oder die magere Blumenwiese! Die Blüte erstreckt sich von Juni bis August über den gesamten Sommer. Vor allem Hummeln und allerlei Schmetterlinge lockt man mit dieser Pflanze in den Garten. Der Flockenblumen-Scheckenfalter legt sogar seine Eier auf der Pflanze ab. Sobald die Blüten verblüht sind, sollte man die Samenstände aber nicht gleich abschneiden. Denn nun kommen die samenfressenden Vögel wie der Stieglitz (Distelfink), um die Samen heraus zu picken.

Mehr zum Thema finden Sie unter www.naturimgarten.tirol. Autor: Matthias Karadar, MSc

Bilder Flockenblume

Artikel der Bezirksblätter über die Flockenblume

 

Großblütige Königskerze

Eine Großblütige Königskerze ist eine majestätische Pflanze! Im ersten Jahre bildet sie eine große Blattrosette mit samtweichen, filzigen Blättern. Im zweiten Jahr bildet sie einen bis zu drei Meter hohen Blütenstand mit über 200 gelb-leuchtenden Blüten. Diese locken unzählige Wildbienen und Hummeln an. Aber auch Schmetterlinge wie der Königskerzen-Mönch schätzen die Pflanze als Raupenfutterpflanze. Eine Königskerze ist ein wahres Insektenhotel! Zahlreiche Insekten leben auf, und sobald sie nach der Blüte abgestorben ist, auch in ihr. Deshalb sollte man die Pflanze im Herbst nicht zurückschneiden und dies erst im späten Frühling machen. Auch wenn die Pflanze nach der Blüte komplett abstirbt, wird man sie so schnell nicht mehr los. Einer der 60.000 Samen findet im Garten bestimmt einen Ort zum Keimen. Im Hustentee sollten die Blüten der Großblütigen Königskerze nie fehlen, denn die Schleimstoffe beruhigen den entzündeten Hals.

Mehr zum Thema finden Sie unter www.naturimgarten.tirol. Autor: Matthias Karadar, MSc


Bilder Königskerze

Artikel der Bezirksblätter über die Königskerze

 

Rosen Malve

Malven zählen schon seit Jahrhunderten zu den typischen Gartenpflanzen. Die Rosenmalve ist deshalb häufig in der Nähe alter Siedlungen zu finden. Sie liebt sonnige und nährstoffreichere Bereiche und ist somit eine ideale Gartenpflanze. Die rosafarbenen Blüten der bis zu 1,2 Meter hohen Pflanze blühen von Juni bis in den September. Dabei blüht die Rosen-Malve von unten nach oben auf. Im Laufe des Jahres wird sie im unteren Bereich kahl, deshalb pflanzt man sie idealerweise mit spätblühenden Pflanzen wie Herbstastern oder Fetthenne. Die Malvenblüten werden von Honig- und Wildbienen aber auch von Hummeln und Schwebfliegen besucht. Die Rosenmalve ist aber auch für uns Menschen vielseitig verwendbar. Die Blätter können in den Salat gegeben werden und die Blüten sind roh essbar oder können getrocknet in Teemischungen eingesetzt werden. Die Schleimstoffe lindern insbesondere Husten und Halsschmerzen.

Mehr zum Thema finden Sie unter www.naturimgarten.tirol. Autor: Matthias Karadar, MSc

Bilder Malve

Artikel der Bezirksblätter über die Königskerze

 

Berg Aster

Astern sind im Herbst die Stars im Garten! Eine heimische Vertreterin ist die Berg- bzw. Kalk-Aster. Botanisch Aster amellus, um Verwechslungen auszuschießen. In der Natur steht sie auf kalkhaltigen Böden in sonniger Lage. Sie kommt aber auch mit einem durchschnittlichen Gartenboden zurecht. Durch das Einarbeiten von Eierschalen kann der Kalkgehalt im Boden erhöht werden. Die 30 – 70 cm hohe Pflanze macht sich sowohl im Steingarten als auch im Staudenbeet äußerst gut. Hier ist die Kombination mit hochwüchsigen Stauden wie der Rosen-Malve, die im Sommer im unteren Bereich kahl werden, besonders geeignet. Die Blüten locken von August bis in den Herbst Insekten, allen voran Schmetterlinge, an, die sich auf das Überwintern vorbereiten. Für einige Schmetterlingsarten, wie dem Astern-Mönch, ist die Berg-Aster auch eine wertvolle Futterpflanze für die Raupen.

Mehr zum Thema finden Sie unter www.naturimgarten.tirol. Autor: Matthias Karadar, MSc

Bilder Aster

Artikel der Bezirksblätter über die Berg-Aster

 

Die Purpur Wald-Fetthenne

Im Herbst blüht nichts mehr im Garten? Dann sollte man sich eine Purpur Wald-Fetthenne pflanzen. Sie blüht ab August bis in den Herbst hinein. Ihre cremefarbenen bis rötlichen Blüten locken nicht nur Honig- und Wildbienen an. Auch zahlreiche Schmetterlinge wie das Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs oder C-Falter nutzen die Blüten um den Nektar zu trinken. Die Wald-Fetthenne ist eine überaus anspruchslose Pflanze. Sie bevorzugt einen mageren Boden in der Sonne oder im Halbschatten. Düngen und pflegen muss man die Pflanze nicht. Lediglich im Frühling soll man sie zurückschneiden – so wie die meisten Blütenstauden im Garten! Schneidet man die Blütenstauden im Herbst nicht zurück, dann können sich hier Insekten und andere Tiere ein Winterquartier einrichten. Zudem holen sich Vögel im Winter die letzten Samen aus den Samenständen.

Mehr zum Thema finden Sie unter www.naturimgarten.tirol. Autor: Matthias Karadar, MSc

Bilder Fetthenne

Artikel der Bezirksblätter über die Fetthenne

 

Herbstzeit ist Blumenzwiebel-Zeit

Der Herbst hält Einzug und somit beginnt die Zeit um Blumenzwiebel zu stecken. Die meisten dieser Zwiebelpflanzen sind ausgesprochene Frühblüher und somit eine der ersten Futterquellen im Garten. Nicht kleckern sondern klotzen ist angesagt! Unter Bäumen und Sträuchern passen Sibirischer Blaustern, Hohler Lerchensporn, Märzenbecher, Buschwindröschen oder Bärlauch. Letzterer ist bekanntlich eine schmackhafte und gesundheitsfördernde Pflanze. In sonnigen, trockenen Tallagen ist die Wilde Tulpe eine tolle Bereicherung mit ihren gelben Blüten. Aber auch Armenische Traubenhyazinthe, Elfen- und Goldkrokus passen in das sonnige Staudenbeet, den Rasen oder die Blumenwiese. Wer mit Wühlmäusen zu kämpfen hat, kann auf naturnahe Narzissen, wie der Dichter-Narzisse, ausweichen. Naturnahe Zwiebelpflanzen vermehren sich von alleine! Ganz im Gegensatz zu Züchtungen wie Hybrid-Tulpe, die nach einigen Jahren verschwindet.

Mehr zum Thema finden Sie unter www.naturimgarten.tirol. Autor: Matthias Karadar, MSc

Bilder Hyazinthe

Artikel der Bezirksblätter über die Hyazinthe

 

 

Damit endet der Einblick in die faszinierende Welt der heimischen Blütenpflanzen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Gärtnern!

Die Neophytenbelastung im Bezirk Imst nimmt seit Jahren zu. Als invasive Neophyten werden Pflanzen verstanden, die bei uns eingewandert, nicht heimisch sind und zu Problemen im Kulturland führen. Um dieser Herausforderung begegnen zu können versucht das Regionalmanagement Bezirk Imst in Zusammenarbeit mit der Klima- und Energiemodellregion Imst, dem Neophyten-Kompetenzzentrum Tirol und weiteren Akteuren in der Region Projekte hinsichtlich eines Neophytenmanagements voranzutreiben.

Der Bezirk Imst ist insbesondere von folgenden Arten betroffen:

Ragweed/Beifuß-Ambrosia

Die Ambrosia ist gesundheitsgefährdend (vor allem für Allergiker*Innen und Asthmatiker*Innen) und in Äckern kann sie sich zu einem hartnäckigen Unkraut entwickeln.

Südafrikanisches Greiskraut

Das Greiskraut ist vor allem für ausgewählte Nutztierarten gesundheitsgefährdend. Das Gift wird dabei über das Heu aufgenommen. Kühe können die Giftstoffe auch an die Milch weitergeben, wodurch auch der Mensch letztendlich gefährdet ist. Die Stoffe können die Leber schädigen und die Fruchtbarkeit bei Männern einschränken. 

Kanadische- und Riesen-Goldrute

Die Goldrute verbreitet sich sehr stark und schnell vor allem entlang von Bahndämmen. Für manche Nutztierarten ist sie ebenfalls giftig  (Aufnahme über Heu) und beim Menschen können Allergien hervorgerufen werden.

Staudenknöterich

Diese Pflanze verbreitet sich ebenfalls sehr stark und führt zu Schädigungen bei Gleisanlagen, Uferbefestigungen, Mauerwerken und Gebäuden.

Drüsiges Springkraut

Das Springkraut ist ebenfalls sehr stark in der Verbreitung und bedroht die heimische Pflanzenvielfalt. Da die Pflanze nur oberflächlich Wurzeln bildet, kann es nach dem Absterben im Herbst zu Bodenabtrag kommen.

 

Im Zuge einer bewusstseinsbildenden Kampagne wurden von Seiten der Klima- und Energiemodellregion mehrere Artikel zu den invasiven Neophyten verfasst:

Ein Informationsblatt zu den gängigsten invasiven Neophyten in der Region finden Sie hier:

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